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Grundlagen & Fachpraxis

Concept Art; Studentenarbeit
Concept Art; Studentenarbeit

Game Design – Praxis und Theorie greifen ineinander

Die Verbindung der in der Praxis unmittelbar miteinander verbundenen Bereiche Game Concept und Game Art steht im Mittelpunkt der ersten vier Semester. Hier werden im Rahmen von Unterrichten, Seminaren und Vorlesungen von erfahrenen Dozenten aus der Gamesbranche die notwendigen Grundlagen und das erforderliche Fachwissen vermittelt, um später einmal fundiert und professionell im Bereich der Spielentwicklung arbeiten zu können. Dabei sollen nicht langwierige Theorieeinheiten die Studierenden strapazieren. Vielmehr erfolgt die Wissensvermittlung durch einen stetigen Theorie-Praxis-Wechsel – neu erlerntes Wissen und trainierte Fähigkeiten werden unmittelbar im Rahmen von Übungen und Kleinprojekten angewandt. Zuerst fachbezogen, dann fachübergreifend.

Dabei steht das Verständnis für Zusammenhänge im Vordergrund. Die Studierenden sollen frühestmöglich verstehen, dass der moderne Prozess der Spieleentwicklung stets einer Art mechanischem Uhrwerk ähnelt. Auch bei diesem greifen viele Zahnräder direkt ineinander – keines könnte allein und für sich den gewünschten Nutzen erreichen. Und fällt eines aus, stehen auch alle anderen still. Daher erfolgt die Wissensvermittlung nicht getrennt nach den Bereichen Game Concept und Game Art, sondern vielmehr werden zeitgleich bereichsspezifische Grundlagen erlernt und zunehmend durch fachspezifisches Wissen erweitert.

Praxis pur – Fächerübergreifende Anwendungsprojekte

Diese eng ineinander greifende Wissensvermittlung spiegelt sich aber nicht nur in den Inhalten und dem Fachangebot sondern schnell auch in den Projekten und Übungen wider. Während diese zuerst fachintern der unmittelbaren Anwendung, des Ausprobierens und Erforschens dienen, werden sie schnell komplexer und fachübergreifend. Dieser Konsequenz folgend stehen am Ende eines jeden Semesters die komplexen Semesterabschlussprojekte, die gezielt alle im Semester vermittelten Fächer integrieren und zusätzlich auch auf Inhalte früherer Semester zurückgreifen. Berufspraxis pur – von Anfang an.

Game Concept – Ideen konzeptionell entwickeln

> Details zu Game Concept lesen

Der Ausbildungsteil “Game Concept” beschäftigt sich konkret mit den konzeptionellen Grundlagen der Spieleentwicklung – sei es für PC-, Konsolen-, Handheld- oder Online-Spiele.

Hier werden die Grundlagen der Spieltheorie und -dramaturgie, das Planen von Spielproduktionen, das Entwickeln und Schreiben von Game Design Dokumenten sowie die Entwicklung und Implementierung von Hintergrundgeschichten zum Thema gemacht. Charakter Design und das Definieren von benötigten Spielfeatures oder grafischen Elementen sowie die Recherche von Zielgruppen sind dabei unabdingbare weitere Bestandteile der Ausbildung im Bereich Game Concept. Alles rund um die Idee bishin zum niedergeschriebenen “Drehbuch” (Game Design Dokument) steht somit im Zentrum dieses spannenden Ausbildungsteils.

Die konzeptionelle Ideenentwicklung geht dabei aber auch über den reinen “Spielbereich” hinaus. Der Film dient als Beispiel für die Entwicklung und Umsetzung von Ideen und Konzepten. Entsprechend erfahrene Dozenten aus der Filmbranche vermitteln den Studierenden in Theorie und Praxis vielfältige Kenntnisse und Prozessabläufe, die ihnen im Nachhinein auch in der Games Branche vielfach behilflich sein werden.

Game Art – Ideen visualisieren

> Details zu Game Art und 3D Design lesen

Der zweite große Bereich der Game Design Ausbildung – und der im Berufsleben personell meistens größte Bereich einer Spieleentwicklung – befasst sich konkret mit der Grafik in Spielen. Von den ersten Sketches und Konzeptzeichnungen bis hin zum 3D Design lernen die Studierenden alle notwendigen Arbeitsschritte und Techniken kennen. Dabei kommt ausnahmslos branchenrelevante Software zum Einsatz. Ob die Ideen später einmal im 2D- oder 3D Design umgesetzt werden sollen, die Studierenden müssen zuallererst die Software im kreativen Entwicklungsprozess professionell nutzen und anwenden lernen. Hier stehen ihnen, wie auch in allen anderen Unterrichten, Seminaren und Vorlesungen unsere erfahrenen Dozenten aus der Branche zur Seite. Sie vermitteln ihnen die erforderlichen Kenntnisse und ermöglichen stets eine unmittelbare Anwendung im Rahmen von Übungen und Projekten.

Aber auch die tatsächliche “Bewegtbildrealisierung” findet in diesem Bereich statt. Dabei stehen nicht allein die Animation von computerunterstützt entwickelten Visualisierungen, sondern auch real-filmische Umsetzungen im Fokus. Die Studierenden werden vertraut gemacht mit Dramaturgie, Licht, und filmischer Inszenierung und setzen im Vorfeld gemeinsam entwickelte Filmkonzepte selbst um.

Die Fähigkeit, auch ohne technische Hilfe, also noch “ganz selbst”, Zeichnungen anfertigen zu können, ist für alle an einer Spielentwicklung Beteiligten dabei zusätzlich von großer Bedeutung. Wer professionell visualisieren möchte, braucht ein Verständnis von Proportionen und richtiger zeichnerischer Ideendarstellung. Sicherlich werden im Game Design nicht zwangsweise die gleichen zeichnerischen Fähigkeiten wie im Grafikdesign erwartet, dennoch aber muss auch der Game Designer zumindest grobe Skizzen von seinen Ideen anfertigen können – wie er sich beispielsweise einen bestimmten Charakter oder einen bestimmten Ort vorstellt. Will man sich darüber hinaus im Entwicklungsprozess konkret auch mit 3D Design beschäftigen, sind zeichnerische Fähigkeiten ebenfalls gefragt. Gilt es doch zuerst Entwurfszeichnungen anfertigen, bevor am Computer, die Objekte als Modelle im 3D Design entworfen werden.

> mehr Infos zum 3D Design

Warum dann nicht gleich 3D Design lernen?

Viele an der Game Branche interessierte junge Kreative wollen später einmal im Bereich des Game Art, der Visualisierung von Konzepten und Ideen, tätig werden. Hier ist 3D Design ein Schlagwort. 3D Design beschreibt dabei einen wesentlichen Teil der visuellen Umsetzung von Figuren und Welten; 3D Design ist ein enorm wichtiger Bestandteil der Game Entwicklung; 3D Design wird zunehmend auch in Werbung, Film und Fernsehen benötigt; 3D Design eröffnet, technisch unterstützt, vollkommen neue Möglichkeiten der Visualisierung – 3 D Design ist technisch unterstützte Kreativität.

Dabei ist 3D Design aber nur ein kleiner Teil des gesamten kreativen Spielentwicklungsprozesses. Ein wichtiger, aber eben nur kleiner Teil, eines sehr komplexen Gebildes. Separat betrachtet ist 3D Design modern und spannend – ohne Wissen um Zusammenhänge im Game-Entwicklungsprozess steht 3D Design aber schnell isoliert und “allein” da. Eine bloße Ausbildung im Bereich des 3D Design würde daher zahlreiche berufliche Chancen verbauen. Absolventen im 3D Design sind sicherlich oftmals gut aufgestellt, aber am Ende “einspurig” unterwegs – ihnen fehlen wesentliche breit angelegte Grundlagen- und Fachkenntnisse der Spielentwicklung. Reinen 3D Design-Absolventen fehlt die Möglichkeit der Verbindung von Concept und Visualisierung – es fehlt in der Regel der Blick für das Ganze. Und ihnen fehlen damit, aufgrund “eingleisiger Kenntnisse”, langfristig gesehen, berufliche Entwicklungsperspektiven.

Daher empfiehlt sich eine reine Ausbildung im 3D Design nicht. An 3D Design interessierte, junge Kreative können daher bei uns im Rahmen ihrer Ausbildung im 5. und 6. Semester eine individuelle Spezialisierung im Bereich des 3D Design anstreben. So können sie später in ihrem Imteressensbereich, dem 3D Design arbeiten, bauen aber in ihrer beruflichen Entwicklung stets auf die fundierten Basis- und Fachkenntnisse auch aus dem Bereich Game Concept sowie, über das 3D Design hinausgehend, aus dem Bereich Game Art. Sie sind somit breiter aufgestellt, vielseitiger einsetzbar und mit deutlich besseren beruflichen Entwicklungschancen ausgestattet als der reine 3D Designer.

Game Concept und Game Art gehören zusammen

> Details lesen

Konzeption und Visualisierung gehen in professionellen Spielentwicklungen stets Hand in Hand – die Entwicklung eines Spiels ist somit immer ein enges Teamwork. Jedes Mitglied in einem solchen Team muss daher Kenntnis darüber haben, was die anderen Abteilungen der Spielentwicklung tun. Jeder muss dabei, will er erfolgreich arbeiten, auch auf ein Grundlagen- und Fachwissen des jeweils anderen Bereiches zurückgreifen können.  Gilt es doch, im Entwicklungsprozess die komplexen Arbeits- und Entwicklungsschritte zu verstehen und Problemlösungen bereichsübergreifend anbieten zu können sowie in Kreativmeetings oder Spieltest-Phasen sich mit fachgerechtem Feedback einbringen zu können. Gemeinsames Ziel muss ein erfolgreiches Produkt sein – ein Produkt, das auch zukünftig sehr komplex sein wird.

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