Perspektiven
“Kind, lerne etwas Anständiges!” Nicht selten ist das der erste Gedanke besorgter Eltern, wenn der Sohn oder die Tochter freudestrahlend verkünden “Ich werde Grafikdesigner”.
Grundsätzlich ist die Sorge um eine sichere, positive Entwicklung zweifelsfrei gut und wichtig. Und verständlicherweise erscheinen “künstlerische” Berufe dabei auf den ersten Blick “brotlos” oder ohne Zukunft. Erinnern sie doch an Maler oder Bildhauer. Die Realität im Bereich Grafikdesign, oder neudeutsch “Kommunikationsdesign”, aber sieht ganz anders aus.
Grafikdesign – Jobvielfalt mit Zukunftsperspektiven
Betrachtet man die möglichen Tätigkeitsfelder, die sich Grafikdesignern nach der 3-jährigen Ausbildung bei uns eröffnen, wird schnell deutlich, wie vielfältig dieser Beruf ist. So finden sich mögliche Einsatzbereiche, und damit spannende Arbeitsplätze beispielsweise in der Werbung (z.B. in Werbeagenturen), sogar in PR-Agenturen, in Konzert- oder Veranstaltungsagenturen, in kulturellen Einrichtungen (z.B. Museum, Theater oder Galerien), in Verlagen (z.B. Buch-, Musik- und Zeitungsverlage), im Film- und Fernsehbereich, in der Druckvorstufe großer Druckereien, im öffentlichen Dienst, in der Tourismusbranche und in vielen weiteren Bereichen der Wirtschaft.
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Hintergrund dieser Vielfalt an Einsatzgebieten ist der im Inland wie auch im Ausland bei Unternehmen, Vereinen, Verbänden und auch öffentlichen Institutionen stets vorhandene Bedarf, erfolgreich zu kommunizieren. Sowohl nach außen – mit Kunden oder Geschäftspartnern – wie auch nach innen – also mit den eigenen Mitarbeitern. Dabei gilt es vor allem, die Botschaften professionell zu visualisieren, Bild und Text in geeigneter Weise zusammenzuführen, das eigene Erscheinungsbild anzupassen oder zu wahren und Inhalte zielgruppenorientiert aufzubereiten.
Hier kommt Grafikdesignern eine enorm wichtige Rolle zu – hier finden sie ihr kreatives und vor allem professionelles Aufgabengebiet und entsprechend auf Ihr Können zugeschnittene Arbeitsplätze. Hier sind tagtäglich ihre kreativen Ideen ebenso gefragt wie ihr fachliches und handwerkliches Können. Hier können sie zeigen, was in ihnen steckt. Innerhalb der jeweiligen Institution oder auch bei professionellen Dienstleistern (z.B. Werbeagenturen) – angestellt, freiberuflich oder selbstständig.
Zukünftiger Bedarf ist sicher
Da dieser Bedarf nach professionell visualisierter Kommunikation in Zeiten globaler Märkte, neuer Produkte, sich stetig neu differenzierender Zielgruppen und sich wandelnder technischer Voraussetzungen zweifelsfrei auch zukünftig weiter wachsen wird, stehen unseren erfahrenen Grafikdesignern nach Abschluss ihrer Ausbildung zahlreiche Türen offen. Inzwischen kann nahezu keine Branche der Wirtschaft mehr ohne professionell konzipierte und gestaltete Kommunikation erfolgreich agieren.
Wir helfen gern dabei, die für kreative Berufsstarts offen stehenden Türen zu finden und werden unseren zukünftigen Grafikdesignern das erforderliche Wissen vermitteln sowie sie in ihren individuellen Fähigkeiten fördern, damit sie später langfristig erfolgreich arbeiten können. Durch die geöffneten Türen zu gehen und sich zu beweisen, wird dann allerdings ihre eigene Aufgabe sein.
Kreativ leben und arbeiten
Zahlreiche unserer erfolgreichen Absolventen zeigen heute in ihrem kreativen Berufsalltag, dass dies definitiv möglich ist. Sie erleben, dass der Traum von damals, die eigene Kreativität auch im Job auszuleben, spannende Realität geworden ist – eine Realität, die ihnen auch finanziell ihr Leben absichert.
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Sie sehen, wie wichtig der bei uns in der Ausbildung vermittelte Mix aus Grundlagen und Fachpraxis ist, warum wir so viele Praxisübungen und Projekte innerhalb und auch außerhalb der Unterrichtszeiten in ihre Ausbildung integriert haben. Warum sie sowohl intensiv zeichnen als auch die digitalen Gestaltungsprogramme nahezu blind beherrschen lernten. Und, warum sie bestimmte konzeptionelle und gestalterische Grundlagenabläufe, die sich in der Praxis häufig wiederholen, so intensiv üben mussten.
Ob als Creative Director oder Art Director, ob in großen oder auch kleinen Werbeagenturen, ob im Dialogmarketing oder der Markenentwicklung, ob im Verlag oder der Kommunikationsabteilung, ob angestellt oder freiberuflich – sie greifen heute auf das zurück, was sie in den drei Jahren und zahlreichen Seminaren bei uns gelernt haben.
Grafikdesign oder Kommunikationsdesign?
Ist dann gemeinsam die Entscheidung für diesen Bereich getroffen, scheint ein Blick ins Internet oder auch in Prospektmaterial verschiedenster Schulen und Hochschulen noch eine unerwartete Entscheidung zu erfordern: “Grafikdesign” oder “Kommunikationsdesign”? Wo aber liegt der Unterschied und muss man wirklich eine Entscheidung treffen?
Die Antworten sind kurz und knapp möglich: Es gibt keinen und Nein.
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Mit ersterem, also Grafikdesign, können viele noch etwas anfangen. Kommunikationsdesign hingegen klingt total anders und müsste demnach ja auch etwas anderes sein. Die Realität aber ist, Kommunikationsdesign und Grafikdesign sind genau genommen zwei Begriffe für den gleichen Inhalt. Wie “Pfannkuchen” und “Berliner”, “Wiener” und “Frankfurter”, “Kartoffelpuffer” und “Reibekuchen”… Die Liste kann beliebig lang fortgeführt werden.
Kommunikationsdesign ist dabei einfach der jüngere von beiden Begriffen, vielleicht der modernere – Grafikdesign hingegen der seit Jahrzehnten in Wirtschaft und Gesellschaft etablierte. Über den Grund, warum nun unbedingt Kommunikationsdesign eingeführt und etabliert werden musste, kann man sich streiten. Der Begriff Kommunikationsdesign soll, so deuten es viele, den breiter gewordenen Aufgabenbereich des Grafikdesigners darstellen. Ihm stehen im kreativen Gestaltungsprozess heute deutlich mehr Mittel und Wege der Kommunikation zwischen dem Kommunikator und dem Rezipienten – also dem, der die Botschaft versendet und dem, der sie empfangen und verstehen soll – zur Verfügung. Speziell seit der Etablierung des Internet und der damit verbundenen Produkte, schien der Wunsch nach einer neuen Begrifflichkeit groß. Kommunikationsdesign wurde geboren. Außerdem soll Kommunikationsdesign die Ganzheitlichkeit des Aufgabenbereiches symbolisieren – nicht mehr die Assoziation mit einzelnen Produkten wie Plakaten, oder Flyern, oder Logs soll im Mittelpunkt stehen, sondern eher das gesamte Konzept. Aber genau dies umfasst unsere Ausbildung zum Grafikdesigner auch. Dafür müssen wir es nicht Kommunikationsdesign nennen.
Ob der Begriff Kommunikationsdesign also irgendwann den Begriff Grafikdesign ablöst oder nicht, wird sicherlich die Zukunft zeigen. Vorerst ist Kommunikationsdesign noch ein Trend der Moderne. Allerdings muss man ja auch nicht jeden modernen Trend mitmachen. Daher nutzen wir nicht Kommunikationsdesign, sondern bleiben bei dem Begriff Grafikdesign. Dem etablierten Begriff für den gleichen Inhalt.


