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Design & Handwerk in Theorie und Praxis
Design & Handwerk in Theorie und Praxis

Modedesign – Vielfältig gestalten

Erfolgreiche Modedesigner sind ein ganz besonderer Menschenschlag – mischen sich doch in ihnen eine Vielzahl an Fähigkeiten und Fertigkeiten: Offenheit für und Interesse an den Entwicklungen der Branche; ein eigener kritischer (nicht kritisierender) Blick auf die Gesellschaft; der Wunsch, gestalterische und gesellschaftliche Prozesse kreativ beeinflussen und mitgestalten zu können, gutes Grundlagen- und Spezialwissen, jederzeit abrufbare Grundkenntnisse, digitale wie manuell-zeichnerische Fähigkeiten; Ideenreichtum, Kenntnisse und Erfahrung in Schnittkonstruktion und designrelevanter Fertigung (Nähen); die Bereitschaft, sich Neuem aktiv und offen zu stellen.

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Diese Liste ließe sich noch deutlich verlängern. Denn gute Modedesigner sind ein aktiver und mitgestaltender Teil der gesamten Gesellschaft. Sie haben daher in der Entwicklung und Umsetzung ihrer Ideen und Kreationen einen nicht unmaßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft – auch dann, wenn sie “nur” ein Teil eines großen Unternehmens sind. Denn dort, wo (mit-)gestaltet wird, entsteht Neues und Bestehendes verändert sich.

Im Rahmen unserer 3jährigen Ausbildung (6 Semester) vermitteln wir unseren Studierenden all das, was sie brauchen, um sich in diesem ebenso interessanten wie anspruchsvollen Spannungsfeld erfolgreich zu bewähren. Sie lernen, dass kreative Arbeits- und Denkprozesse erfahrungsgemäß nicht nach einem Arbeitstag abgeschlossen sind – dass Durchhaltevermögen und Weitsicht gefragt sind. Dass dies nicht, wie in vielen anderen Einrichtungen, in Gruppen von mehr als 20 Studierenden möglich ist, davon sind wir fest überzeugt. Nur in kleineren Gruppen können die vorhandenen Fähigkeiten individuell gefördert, kann das kreative Potenzial jedes Einzelnen besser erschlossen und kann das notwendige Zusatzwissen erfolgreich vermittelt werden.

Modedesign – Praxis steht im Mittelpunkt

Daher gibt es bei uns auch im Bereich Modedesign nur kleine Seminargruppen, in denen die Studierenden von erfahrenen Dozenten aus Theorie und Praxis – aus Hochschullehre, großen und kleinen Labels, aus dem Kostümbild in Theater, Opernhaus und Film, aus der Fertigung, der Trendbeobachtung oder der Schnittkonstruktion – all das lernen, was sie in ihrem späteren Leben begleiten soll. Bewusst werden sie dabei individuell in ihren bestehenden Fähigkeiten gefördert, bekommen das handwerkliche Rüstzeug grundlegend beigebracht (niemand muss vorher nähen können), werden im vernetzten Denken und im flexiblen Anwenden ihres Könnens geschult.

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Das Wissen um theoretische sowie künstlerische Grundlagen und Gesetzmäßigkeiten ist die Voraussetzung für gestalterisches Arbeiten. Kopf, Augen und Hände müssen trainiert werden. Alle Lehrfächer, die sich mit Gestaltungslehre und Grundlagenvermittlung befassen, führen zunächst an die Thematik Bekleidungsgestaltung heran und bauen dann schnell, logisch und systematisch aufeinander auf.

In den Projekten werden Gestaltungsressourcen aufgetan und theoretisches Wissen vertieft. Diese Kenntnisse werden sofort  in ersten Bekleidungsentwürfen angewendet. Wir trainieren die Auswertung von Fachzeitschriften und Trendinformationen und lernen, suggestiv Aufgenommenes zu einem verwertbaren Pool von Inspirationsquellen zu verarbeiten.

Im zweiten Jahr kommt der Komplex “Kollektionsgestaltung” zur Entwurfsarbeit von Einzelmodellen hinzu. Hier wird vermittelt, warum Bekleidungsfirmen nach saisonalen Rhythmen arbeiten, warum und ab wann von Kollektionen gesprochen wird und welche Zielgruppen gefragt sind. Kollektionen zu gestalten heißt, sehr komplex zu konzipieren.

Das dritte Jahr steht im Zeichen der selbstständigen Anwendung und Umsetzung des Gelernten.

In jedem Semester sind durch die Studierenden zu einem gestellten Thema ein oder mehrere Modelle selbst zu entwerfen (Kreation), im Schnitt zu erarbeiten (Konstruktion) und in der Fertigung umzusetzen. Hier werden bereits erlerntes Wissen, handwerkliches Können und eigene Kreativität fächerübergreifend zusammengeführt und angewendet. Die Präsentation der Ergebnisse – ebenfalls ein nicht unwichtiger Teil des Wissens und Könnens moderner Modedesigner – erfolgt dann in Modeschauen oder im Rahmen von Fotoshootings.

Modedesign_Galerie_InhalteProfessionelle Zeichenkurse schulen das Auge und die zeichnerischen Fähigkeiten der Studierenden
Modedesign_Galerie_InhalteProfessionelle Zeichenkurse schulen das Auge und die zeichnerischen Fähigkeiten der Studierenden
Modedesign_Galerie_InhalteZeichnungen der Entwurfsideen und IDeen der Farbigkeit - Die Studierenden lernen den Weg von der Idee über die Zeichnung, den Schnitt und die Fertigung bis zur Präsentation in Modenschau und Fotoshooting
Modedesign_Galerie_InhalteZeichnungen der Entwurfsideen und IDeen der Farbigkeit - Die Studierenden lernen den Weg von der Idee über die Zeichnung, den Schnitt und die Fertigung bis zur Präsentation in Modenschau und Fotoshooting
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Modedesign_Galerie_InhalteAuf dem Weg zum Modell: Schnittkonstruktion
Die Studierenden der Designschule lernen Schnittkonstruktion sowohl manuell wie auch digital.
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Modedesign_Galerie_InhalteStudierende an der Modepuppe - gemeinsam Ideen austauschen
Modedesign_Galerie_InhalteDie Modellidee ist an der Puppe
Modedesign_Galerie_InhalteStudierende bei der Fertigungsarbeit
Modedesign_Galerie_InhalteNähen will gerlernt sein - an der Designschule lernen es die Studierenden grundlegend
Modedesign_Galerie_InhalteFotoshooting "Gothic Queen"
Foto: Rayk Weber
Model: MODELWERK, Hamburg
Frisuren & Make up: Günther Haut & Haar
Dozentin: Claudia Damm

Erfahrene Fachbereichsleitung sichert Aktualiät und Qualität

Da Privatschulen etwas anders aufgebaut sind, als staatliche Einrichtungen, stellt sich oftmals die Frage danach, wer eigentlich über Inhalt und Konzept entscheidet. Im Gegensatz zu vielen anderen Schulen und Instituten liegt bei uns diese inhaltliche Verantwortung in den Händen der Fachbereichsleiterin. Einer gelernten und studierten Modedesignerin, die heute international an großen Bühnen erfolgreich als freiberufliche Kostümbildnerin tätig ist.

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Sie organisiert die enge Vernetzung aller Fächer und Seminare, erstellt Unterrichtspläne, sorgt für die kontinuierliche Praxisorientierung, sucht und verpflichtet dafür entsprechende Dozenten und erarbeitet gemeinsam mit dem erfahrenen Dozentenstamm die anspruchsvollen Praxisprojekte. Sie stimmt zudem das erfolgreiche Gesamtkonzept immer wieder mit unseren branchenerfahrenen Dozenten aus Theorie und Praxis auf Akualität ab, berät mit ihnen eventuelle Anpassungen an neue Tendenzen innerhalb der Branche und sorgt für einen inhaltlich augewogenen Fächermix, der die später breiten Berufsfelder bestmöglich erschließt.

Nicht Ökonomen und Finanzjongleure, die nur Zahlen kennen, entscheiden somit über Inhalt und Konzept, sondern wirkliche Branchenkenner. Dies gewährleistet eine stetige Aktualität, eine stetige Kontrolle der Ausbildungsqualität und somit bestmögliche Ausbildungsbedingungen und Startchancen für unsere Studierenden.

Der Abschluss: Qualität statt Quantität

Unser gemeinsam mit zahlreichen Branchenkennern und Hochschuldozenten entwickeltes Ausbildungsprogramm zielt ganz bewusst nicht darauf ab, unsere Absolventen mit einer möglichst großen Anzahl an Bescheinigungen und Zertifikaten ins Leben zu schicken. Sicherlich sieht es spektakulär aus und klingt auf den ersten Blick toll. Und natürlich wirbt manch eine Einrichtung auch gern mit drei, vier oder fünf Abschlüssen und Bescheinigungen. Nur was sagt das aus? Denn Papier ist geduldig und kein Beleg für Qualität und Können. Manchmal ist sogar das Gegenteil der Fall. Je mehr Zertifikate und Abschlüsse man vergibt, um so mehr besteht die Gefahr von Qualitätseinbußen innerhalb eines der Bereiche. Das zeigt die Praxis, und das wissen Berufspraktiker wie auch Personalabteilungen.

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Daher erhalten unsere Studierenden nach der 3jährigen Ausbildungszeit zum Modedesigner und nach ihrer Abschlussprüfung den Abschluss “Modedesigner/Modedesignerin” der Höheren Berufsfachschule. Ein sowohl bekannter als auch anerkannter Abschluss. Aber auch dieser allein sagt noch nicht aus, was sie können. Das allerdings können die Absolventen des Fachbereichs Modedesign anhand von Fotos (Fotoshootings, Modeschauen), Ideenskizzen, technischen Zeichnungen, Schnittkonstruktionen und realen Modellen problemlos präsentieren. Und aufgrund ihrer sehr intensiven und branchenorientierten Ausbildung brauchen sie sich auch vor Probearbeitstagen nicht zu scheuen. Im Wettbewerb um spannende Jobs haben sie, dies haben erfolgreiche Absolventen gezeigt, selbst gegen Absolventen von Hochschulen beste Chancen.

Studierenden mit 10.-Klasse-Abschlüssen bieten wir zusätzlich – allerdings durch die Belegung von Zusatzunterrichten und nicht innerhalb des regulären Ausbildungsprogrammes – die Möglichkeit, parallel zur Modedesign-Ausbildung die Fachhochschulreife zu erlangen.

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